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30.06.2020: Experimentierräume abgeschlossen - viel gelernt!

Reflexions-Workshop

30. Juni 2020

Sechs Monate lang wurde – trotz Corona-bedingter Einschränkungen – in den drei Einrichtungen erprobt. Viele Technologien wurden dabei ausprobiert und im harten Praxisalltag auf Herz und Nieren geprüft. Einige grundsätzlich interessante Lösungen konnten nicht getestet werden, etwa weil sie nicht kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden, die Einführungsvoraussetzungen unangemessen hoch waren oder sich herausstellte, dass der Datenschutz nicht einwandfrei gewährleistet werden kann.

Zum Ende der Experimentierraumphase wurden nun mit jeder Einrichtung Online-Workshops zur Reflexion der gemachten Erfahrungen durchgeführt. Parallel läuft die abschließende t1-Befragung aller Mitarbeitenden. Ein erstes vorläufiges Zwischenfazit fällt sehr positiv aus: Viele Technologien haben sehr gut funktioniert und die in sie gesetzten Erwarten sehr gut erfüllt. Sie reduzieren den Zeitaufwand bei Pflegenden, so dass mehr Zeit für die Pflege am Menschen bleibt. Sie funktionieren mit angemessenem Aufwand. Und sie verbessern die Qualität der Betreuung.

Es gibt aber auch Bereiche, in denen noch Entwicklungsarbeit bleibt. Die Robotik beispielsweise – hier mit einer mechanischen Katze getestet – wird von den Pflegekräften sehr verhalten beurteilt. Bei der Spracherkennung ist der Datenschutz angesichts ausschließlich in den USA beheimateter Hersteller noch nicht einwandfrei sichergestellt. Und die sichere verschlüsselte Mailkommunikation mit Ärzten ist nach wie vor für den Praxisalltag zu umständlich.

Wichtigste Erkenntnis allerdings: Die Pflegekräfte konnten ihre Digitalisierungskompentenzen massiv steigern und auch ihr Selbstbewusstsein. Sie wissen nun, wie neue Technologien beurteilt werden können und was bei der Einführung zu beachten ist. Und die Kultur der partizipativen Einführung neuer Technologien wurde in den Einrichtungen etabliert.